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Digitale Transformation – Stillstand statt Fortschritt?

25.09.19

Impressionen vom Kaminabend des Master-Jahrgangs 2018

Bild 1: Katrin Pohlabeln (Master-Studierende der Leibniz-FH), Prof. Dr. Kristin Butzer-Strothmann (Leibniz-FH), Dr. Marion Tenge (Flughafen Hannover), Staatssekretär Stefan Muhle (Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Prof. Dr. Nikolaus Forgó (Universität Wien), Prof. Dr. Martina Peuser (Leibniz-FH)

Bild 2: Studierende Master Integrierte Unternehmensführung Jahrgang 2018, eingerahmt von den betreuenden Professorinnen Martina Peuser und Kristin Butzer-Strothmann

Von Schallplatten, Herbert Grönemeyer und einem Goldfisch mit symbolischer Haiflosse: Der diesjährige Kaminabend der Leibniz-Fachhochschule stand – wenn auch in seiner Ausgestaltung sehr analog – ganz im Zeichen des Megatrends Digitalisierung: Was all die zuvor genannten Dinge und vieles mehr mit der digitalen Transformation zu tun haben, ob Niedersachsen das Modell „Country as a Service“ erreichen kann und ob sich Deutschland eher im Stillstand oder im Fortschritt befindet, haben die Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gemeinsam mit den Studierenden, Professorinnen und Professoren sowie Alumni der Hochschule am vergangenen Dienstag erlebt und diskutiert.

Zum Ende ihres Masterstudiums im Schwerpunkt „Integrierte Unternehmensführung“ haben die Studierenden des Jahrgangs 2018 unter der Unterstützung von Frau Prof. Dr. Kristin Butzer-Strothmann und Frau Prof. Dr. Martina Peuser zum Abschluss ihrer eineinhalbjährigen Projektarbeit zu diesem Abend eingeladen. In lockerer Atmosphäre und in großer Runde mit circa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatten die Gäste die Chance, Prof. Dr. Nikolaus Forgó zur „Geschichte der Digitalisierungsregulierung in Deutschland und was wir daraus lernen können“ zuzuhören, mit Herrn Staatssekretär Stefan Muhle über die Digitalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen für Niedersachsen - weit über Infrastrukturausbau hinaus - zu diskutieren und von Frau Dr. Marion Tenge einen Einblick in die digitale Agenda des Hannover Airport zu erhalten.

Den Auftakt gab Prof. Dr. Forgó und erläuterte, was die Regulierung der Digitalisierung seit den Achtzigerjahren in Deutschland und Europa in Form von Datenschutz, Urheberrecht und Telekommunikationsgesetzen beinhaltet und welche ökonomisch betrieblichen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen dies mit sich bringt: ein Blick in die Geschichte des Verschwindens eines „Puls aus Stahl“ und wie sich das Land den neuen Herausforderungen stellt.

Herr Staatssekretär Stefan Muhle forderte in seinem Vortrag zu drei wesentlichen Schritten auf: In seiner Darstellung Niedersachsens im Rahmen der digitalen Transformation ruft er auf zum „Aufholen. Akzente setzen. Nachdenken.“ Wie das Bundesland in diesen Handlungsfeldern die richtigen Rahmenbedingungen schaffen will und was die politische Agenda der kommenden Monate hierfür vorsieht, konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer in diesem zweiten Beitrag erfahren.

„Urlaub bleibt analog“, stellte Frau Dr. Marion Tenge fest und bestätigte damit: Die Digitalisierung ist für den Betrieb von Flugreisen nicht unmittelbar eine Gefahr – zumindest nicht auf den ersten Blick. Die Herausforderungen, die aber auch in dieser Branche der globale Trend mit sich bringt, und wie diese mit dem richtigen Problemverständnis, der Investition in Know-How sowie vor allem mit genügend Zeit und Aufmerksamkeit am Hannover Airport angegangen werden, stellte die Vertreterin der Praxis lebhaft dar.

Neben der Veröffentlichung des Sammelwerks unter dem Titel „bedigital“ rundete dieser gelungene Abend mit neuen Impulsen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Recht sowie einer regen Diskussion im Plenum und in zahlreichen Gesprächen im Anschluss das Projekt der Masterstudierenden vollumfassend ab.

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